Bei allen Systemen wird ein Großteil der Verbrennungsluft (Primärluft) durch die Spalten zwischen den Roststäben in den Feuerraum geführt. Der Abfall wird durch die Neigung des Rostes sowie durch die Bewegung der Roststäbe umgesetzt und durch den Feuerraum transportiert. Am Ende des Feuerungsrostes fallen die weitestgehend ausgebrannten Verbrennungsrückstände (Schlacke) in ein Wasserbad und werden weiter zum Schlackebunker oder einer entsprechenden Verladeeinrichtung transportiert.
Aufgrund der dargestellten Technik können bei Rostfeuerungen keine flüssigen oder pastösen Abfälle eingesetzt werden, da ein Teil der Abfälle unverbrannt in die Rostschlacke gelangen könnte.Letztendlich ist aber die Auswahl des Rostsystems und der Feuerraumgestaltung von der Philosophie des ausgewählten Anlagenherstellers abhängig.
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Animation des MHWKs Würzburg | Animation der MVA Weissweiler![]() (Nasse Rauchgasreinigung) |
| durchschnittlicher Heizwert des Abfallmenüs | 9000 - 11000 kJ/kg |
| Feuerraumtemperatur | 900 - 1300 °C |
| Dampfdruck | 40 bar |
| Dampftemperatur | 400 °C |
| Rauchgasvolumen | 4000-5000 m3/tAbfall |
| Verweilzeit | 1 h |
| Schlackeanteil | 20-30 % |
Bei der Wärmerückgewinnung werden Strahlungs- und Konvektionswärme aus der Verbrennung genutzt.
Im Feuerraum und zu Beginn der Kesselzüge wird die Wärme durch Strahlung zum Beispiel an wasserdurchströmte Flossenrohrwände abgegeben. Erst im weiteren Verlauf der Rauchgasführung wird durch Ausnutzung der Konvektionswärme in Wärmetauscherbündeln der Prozeßdampf überhitzt bzw. das Speisewasser vorgewärmt.Stoff | Herkunft | Verfahren |
Stäube, Salze | Gesamtmüll | Elektrofilter, Gewebefilter |
HCL (Salzsäure) | PVC, anorganische Salze | nasse Rauchgaswäsche nach Abkühlung durch intensive Wäsche mit Kalkmilch, |
SO2 (Schwefeldioxid) | Papier, Farbstoffe, Gummi | in einigen Anlagen trockene bzw. quasitrockene Verfahren (Eindüsung |
HF (Flußsäure) | Isolierstoffe, Teflon, Kältemittel, Spraydosen | von Kalkhydrat oder Kalkmilch in den heißen Rauchgasstrom, Abscheidung der Feststoffe über Gewebefilter) |
NO2 (Stickoxide) | Textilien, Nylon, Proteine, Sekundärentstehung | Reduktion mit Hilfe von Ammoniak und (in den meisten Fällen) Katalysator zu Stickstoff und Wasser |
Cd (Cadmium) | Batterien, Kunststoffe, Farben | Schwermetallfällung im Abwasser der nassen |
Pb (Blei) | Batterien, Farben, Vorhänge | Rauchgaswäsche, danach mechanische Abscheidung oder |
Zn (Zink) | Batterien, Farben, Galvanik | Sprühtrocknung bzw. Eindampfung |
Hg (Quecksilber) | Batterien, Amalgan, Thermometer | Aktivkohlefilter, ansonsten wie die anderen Schwermetalle |
Dioxine, Furane | Holzschutzmittel, Brandrückstande, Sekundärentstehung | Schockabkühlung zur Vermeidung eines Temperaturfensters für die Entstehung , |