Energiepotenziale

Eine Beschreibung der möglichen Energiepotenzial und der besten Wege diese zu realisieren.
Ende 2008 hat die ITAD bei den Anlagen die Energiepotenziale abgefragt. Hierbei beziehen sich Daten für 2012 auf ein mögliches Potenzial mit einer Realisierungschance von über 50 %. Bei der „Max-Betrachtung“ wurde das maximal erreichbare Potenzial angegeben, das unter optimalen Voraussetzungen denkbar wäre (z. B. Prozessdampf an ein benachbartes Industriewerk oder kontinuierliche Abgabe von Fernwärme/Fernkälte auch im Sommer). Die Werte für 2008 waren noch vorläufig. Die folgende Abbildung 3 zeigt die Ergebnisse:

Energieerzeugungspotenzial bei WtE-Anlagen (Stand Ende 2008)

energiepotential

Beim Stromexport ist ein Steigerungspotenzial um über 70 % (Basis 2005 zu 2012) erreichbar, beim Wärmeexport um über 20 %. Dies zeigt, dass ein Ausbau der Wärmenutzung nur schleppend zu erwarten und ggf. eher auf die noch leicht steigenden Behandlungskapazitäten im Bereich der klassischen WtE-Anlagen Ende 2008 bzw. 2009 zurückzuführen ist. Das Maximalszenario mit einer massiven Steigerung der Wärmeauskopplung geht mit einer nachvollziehbaren Reduzierung der Stromauskopplung einher, zeigt aber auch wie groß die bisher nicht genutzten Wärmepotenziale sind.


Weitere Unsicherheiten wie Energiepreisentwicklung, Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie, etc. sind in dieser Abschätzung nicht berücksichtigt.

Um diese Potenziale zu heben, haben technische Optimierungsmaßnahmen in den Anlage in diesem Bereich nur wenig Einfluss.

Vielmehr ist es die generelle Steigerung der Wärmeauskopplung z.B. durch

  • Ausbau oder Zusammenschluss vorhandener Fernwärmenetze, so dass die Grundlast des Netzes durch Erneuerbare Energien auch aus WtE-Anlagen sichergestellt werden kann,
  • Ansiedlung energienutzender Industriebetriebe im direkten Umfeld einer WtE-Anlage, wenn technisch oder wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeiten zum Anschluss an ein Wärmenetz nicht bestehen,
  • Nutzung von Niedertemperatur-Abwärme z.B. zur Beheizung von Gewächshäusern,
  • Einsatz mobiler Wärmespeicher,
  • Versorgung von Gebäuden mit Fernkälte oder alternativ, Kälteversorgung von Gebäuden mit fernwärmebetriebenen Adsorptionskältemaschinen,
der Schlüssel, um eine deutliche Effizienzsteigerung zu erzielen.

 

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