Verein „Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“ gegründet

Als erste Branche in Nordrhein-Westfalen wird die Abfall- und Recyclingwirtschaft die Chance nutzen und sich im Rahmen der KlimaExpo.NRW gemeinsam präsentieren und dabei aufzeigen, was sie bislang für den Klimaschutz geleistet hat, leisten kann und auch noch leisten wird.

 

Die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungs­anlagen in Deutschland e. V. (ITAD) hat am Mittwoch, den 19. November gemeinsam mit den kommunalen und privaten Verbänden sowie Unternehmen der Entsorgungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen den Verein Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e.V. im Haus der Städtereiniger der SASE in Iserlohn.

Zweck des gemeinnützigen Vereins ist gemäß Satzung der Aufbau, die Förderung, die Initiierung und die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes im Rahmen der allgemeinen Aktivitäten der Kreislaufwirtschaft. Die Ziele und Aufgaben des Vereins sind dabei insbesondere:

  • die Förderung des Umweltschutzes,
  • die Förderung und Unterstützung der KlimaExpo in Nordrhein-Westfalen sowie der regionalen Maßnahmen und Projekte,
  • die Information aller Mitglieder bezüglich der Aktivitäten zum Thema Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft, zunächst und vor allem vor dem Hintergrund der KlimaExpo.NRW sowie
  • die Darstellung der positiven Auswirkungen der Kreislaufwirtschaft auf die Reduzierung bzw. die Vermeidung von Treibhausgasen.

Nordrhein-Westfalen hat als erstes Bundesland ein Klimaschutzgesetz verabschiedet und hat sich mit dem landesweiten Klimaschutzplan verbindliche Klimaschutzziele gesetzt. Zusätzlich wurde von Seiten der Landesregierung mit der KlimaExpo.NRW 2022 eine breit angelegte Initiative für den Klimaschutz ins Leben gerufen. Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden hier zu einem gemeinsamen Engagement aufgerufen, um den Herausforderungen von Energiewende, Klimaschutzzielen und notwendigen Anpassungen an den Klimawandel zu begegnen. Über einen Zeitraum von 8 Jahren werden herausragende Klimaschutzprojekte präsentiert und neue Initiativen einem breiten Publikum vorgestellt. Die KlimaExpo möchte das technologische und wirtschaftliche Potenzial des Landes zeigen und den Standort NRW stärken. Dafür bietet sie bis 2022 eine öffentlichkeitswirksame Plattform. Sie will „Schaufenster“ und „Ideenlabor“ sein und auch einem internationalen Publikum zeigen, was in Sachen Klimaschutz möglich ist. Gerade NRW als Industrieland kann ein Vorreiter sein, sowohl für die innovative Verbindung von industriellem Wandel und Klimaschutz als auch für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Als erste Branche in Nordrhein-Westfalen wird die Abfall- und Recyclingwirtschaft die Chance nutzen und sich im Rahmen der KlimaExpo.NRW gemeinsam präsentieren und dabei aufzeigen, was sie bislang für den Klimaschutz geleistet hat, leisten kann und auch noch leisten wird. Eine zentrale Initiative für die gesamte Branche soll dieses Engagement bündeln und im Rahmen der KlimaExpo.NRW öffentlichkeitswirksam präsentieren und weiterentwickeln.

Der Verein Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e.V. wurde initiiert und unterstützt durch

  • die Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung e.V. (ASA),
  • den Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE),
  • den Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse),
  • die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen Deutschland e.V (ITAD),
  • die Interessengemeinschaft NRW-Deponiebetreiber (InwesD) und
  • den Verband kommunaler Unternehmen NRW e.V. (VKU).

Zu den Unterstützern und Gründungsmitgliedern zählen ferner auch Unternehmen der Branche wie Breer Visuelle Kommunikation, die Bwaste International GmbH, die C.C. Unternehmensgruppe, das INFA - Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH, die Lobbe Holding GmbH & Co KG, die Prognos AG, die Remondis SE & Co. KG, die RSP Riemann, Sonnenschein & Partner GmbH oder auch die SASE gGmbH - Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft.

Im Zentrum der Initiative sollen die Aktivitäten der Branche und insbesondere die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft stehen, die in NRW mit rund 1.300 Unternehmen und etwa 35.000 Beschäftigten von großer Bedeutung sind. Ihre klimarelevanten Innovationen und Technologien, Dienstleistungen und Projekte können unter dem gemeinsamen Dach Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft mit hohem Wiedererkennungswert und in einem neuen inhaltlichen Zusammenhang dargestellt werden. Mit der KlimaExpo.NRW wird den Unternehmen zudem eine Plattform geboten, welche die technologischen Entwicklungen und Leistungen im Klimaschutz sichtbar macht und so ein breites nationales sowie internationales Publikum erreicht.

Der Verein Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e.V. soll den Austausch zwischen den Unternehmen, Verbänden und weiteren Akteuren der Abfall- und Recyclingwirtschaft ermöglichen und fördern, die sich aktiv mit dem Klimaschutz befassen und für eine gemeinsame Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Potentiale in NRW einsetzen wollen. Der Verein wird über eine Geschäftsstelle verfügen, die ab Januar 2015 bei der SASE (Gesellschaft zur Förderung und Sammlung aus Stadtreinigung und Entsorgungswirtschaft) in Iserlohn ihre Arbeit aufnehmen wird. Bis zum Januar ist die Geschäftsstelle noch kommissarisch bei der Prognos AG in Düsseldorf angesiedelt. Die Leiterin der Geschäftsstelle, Frau Ragna Schnurer, ist hier unter der Nummer 0211 / 913 16 – 145 bzw. unter der E-Mail Adresse ragna.schnurer@prognos.com zu erreichen.

Von der Geschäftsstelle sollen die unterschiedlichen Aktivitäten der Brancheninitiative koordiniert und organisiert werden. Der Verein Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e.V. ist offen für Verbände, Interessengemeinschaften und Landeseinrichtungen, Unternehmen der Kreislaufwirtschaft, Städte, Gemeinden und Kreise, Behörden und Hochschulen sowie natürliche Personen.

Gemeinsam können alle Akteure der Kreislaufwirtschaft - von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen über Verbände bis hin zu Städten und Kommunen – zeigen, dass sie in einer wirtschaftsstarken Region wie NRW zu ihrer Verantwortung stehen, wie sie ihre Kompetenzen zur Lösung globaler Probleme einbringen und dabei konsequenten Klimaschutz zugleich als Chance für die wirtschaftliche Entwicklung nutzen: „Klimaschutz als Fortschrittsmotor“, so das erklärte Ziel der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Pressemitteilung vom 21.11.2014 [PDF]

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