Thermische Abfallbehandlungsanlagen behandeln Abfälle, die nicht oder nicht mehr recycelt werden können, darunter Sortierreste aus Recyclinganlagen. Sie zerstören Schadstoffe, schleusen sie aus dem Stoffkreislauf aus und gewinnen aus dem Abfall Energie. Aus den festen Verbrennungsrückständen können Metallschrotte zurückgewonnen werden. Damit ergänzen sie das Recycling in der Kreislaufwirtschaft. Über 90 Betreiber von Thermischen Abfallbehandlungsanlagen (TAB) sind Mitglied unserer Interessengemeinschaft.
Auf der Suche nach einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage? Hier finden Sie die Profile aller Anlagen unserer Mitglieder.

Die ITAD vertritt über 95 % der bundesweiten Behandlungskapazität für Siedlungs- und Gewerbeabfälle.

Durchsatzleistung zwischen 20.000-740.000 t/a, mit einer durchschnittlichen Auslastung von 281.000 t.

Im Durchschnitt der ITAD-Mitgliedsanlagen lag der biogene Anteil des Kohlenstoffgehalts des Abfalls 2024 bei 51,5 % (ITAD-Jahresbericht 2024/2025, S. 62).

Unsere Mitgliedsanlagen verwerten jährlich rund 26 Millionen Tonnen Abfälle aus Haushalten und Unternehmen.

Jedes Jahr produzieren unsere Anlagen rund 10 Mio. MWh Strom, die intern und extern genutzt werden.

Unsere Anlagen stellen jährlich rund 26 Mio. MWh Prozessdampf und Fernwärme zur Verfügung.
Die ITAD-Mitgliedsanlagen erreichen überwiegend den gesetzlichen Energieeffizienzwert (R1) nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und sind damit Anlagen zur energetischen Verwertung (ITAD-Jahresbericht 2024/2025, S. 62). Die Ablagerung auf Deponien ist dagegen ein Beseitigungsverfahren.
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zählt Energie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie zu den erneuerbaren Energien. Im Durchschnitt der ITAD-Mitgliedsanlagen lag der biogene Anteil des Kohlenstoffgehalts des Abfalls 2024 bei 51,5 % (ITAD-Jahresbericht 2024/2025, S. 62).
Fast 2.200 MW installierte elektrische Leistung (ITAD-Jahresbericht 2024/2025, S. 62)
Rund 4.000 MW installierte thermische Leistung für die Fernwärme (ITAD-Jahresbericht 2024/2025, S. 62)
Die Thermischen Abfallbehandlungsanlagen sind je nach Standort, Abfallwirtschaftsstruktur und Partnern sehr unterschiedlich konzipiert. Deshalb gibt es keine „Einheitsanlage“, sondern unterschiedliche Strukturen:
Unterschiedliche Feuerungssysteme (Rost, Walze oder Wirbelschicht) bestimmen, welche Abfälle angenommen werden
Genehmigungen und Gesellschafterstruktur beeinflussen die Anlieferung
Mancherorts dürfen auch Privathaushalte mit Anhänger anliefern – andernorts ausschließlich Gewerbekunden
Die meisten Anlagen werden per LKW mit Abfall beliefert. Fast ein Drittel der Anlagenstandorte verfügen zusätzlich über einen Bahnanschluss und wenige auch über einen Hafenanschluss.
5 Anlagen verfügen über einen Hafenanschluss
27 über einen Bahnanschluss
4 sogar über beides
57 Anlagen sind ausschließlich straßengebunden erreichbar
Durch die kommunale Wärmeplanung gewinnen die Standorte durch den Fernwärmeanschluss vielerorts zunehmend an Bedeutung. Die Abwärmenutzung aus der thermischen Abfallbehandlung ist nach Gas bereits die bedeutendste Energiequelle in Fernwärmenetzen (16 %; Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft, S. 213).
Der Anlagenbetrieb aller ITAD-Mitgliedsanlagen wird von rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort getragen.
Alle ITAD-Mitglieder arbeiten eng mit den örtlichen Kommunen, Versorgern und Unternehmen zusammen.

Unsere Mitglieder sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Fachpersonal und interessierten Quereinsteigern. Mehr zur Arbeit in der Branche der thermischen Abfallbehandler gibt's hier.