Über uns

Die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e. V. ist die zentrale Stimme für die Betreiber und Eigentümer Thermischer Abfallbehandlungsanlagen (TAB). Mit über 90 Mitgliedsanlagen repräsentiert die ITAD mehr als 95 % der thermischen Behandlungskapazität für Siedlungs- und Gewerbeabfälle in Deutschland.

Jährlich werden in diesen Anlagen von über 7.500 Mitarbeitenden über 26 Millionen Tonnen Abfälle sicher, effizient und nachhaltig verwertet. ITAD vertritt die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Politik, Behörden, Medien und Öffentlichkeit – in den Kommunen sowie auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Dabei engagiert sich ITAD konsequent für den Umwelt- und Klimaschutz, für eine sichere und bezahlbare Entsorgung und für eine leistungsfähige Kreislaufwirtschaft.

Unsere Arbeit

Blick auf einen Mitarbeitenden vor vielen Bildschirmen
Blick auf die Warte der Anlage in Schwandorf

Als anerkannte Interessenvertretung bringt sich die ITAD aktiv in politische Entscheidungsprozesse ein – faktenbasiert, sachlich und transparent. Sie ist im Lobbyregister des Bundes unter der Nummer R000996 registriert und verpflichtet sich dem Verhaltenskodex für Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter.

Ziel der ITAD ist es, den Beitrag der thermischen Abfallbehandlung für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft sichtbar zu machen. Dazu setzt sie auf:

  • Öffentlichkeitsarbeit, um Mythen durch Fakten zu ersetzen,

  • Forschung und Studien, um Wissen zu vertiefen und Innovationen zu fördern,

  • Dialog, um Lösungen für die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft mitzugestalten.

Unsere Kernforderungen

Die ITAD steht für eine pragmatische, faktenbasierte Abfallpolitik. Unsere zentralen Forderungen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft lauten:

  • Anerkennung der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen als Grundpfeiler der deutschen und europäischen Kreislaufwirtschaft – als unentbehrlicher Partner des Recyclings.

  • Verbot der Deponierung unbehandelter Siedlungs- und Gewerbeabfälle in der EU, wie dies in Deutschland schon seit 2005 praktiziert wird. 

  • Förderung hochwertigen Recyclings: Qualität muss Vorrang vor rein quantitativen Quoten haben. Es darf keine Scheinverwertung geben.

  • Berücksichtigung der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen als klimafreundliche Energiequelle: Die bei der thermischen Behandlung erzeugte Abwärme ist unvermeidbar. Deren vorrangige Nutzung in Form von Strom und Wärme leistet daher einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.

Wir laden Politik, Verwaltung und Gesellschaft ein, diese Ziele mit uns zu teilen – für eine saubere, sichere und nachhaltige Abfallbehandlung.

Unsere Mitgliedschaften

Als eine von über 1.600 Unterstützenden beteiligt sich die ITAD an der Allianz für Entwicklung und Klima, um Klimaschutzstrategien mit Entwicklungswirkungen zu verbinden. Der Ansatz ist die Vermeidung von Treibhausgasen sowie deren Reduktion. Nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen werden ausgeglichen. Als Unterstützende der Allianz machen auch wir deutlich, dass Klimaschutz eine globale Herausforderung ist, die globale Perspektiven einschließen muss. Mehr dazu finden Sie hier.

Gemeinsam mit den anderen Partnern des Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) setzen wir uns dafür ein, dass die deutsche Industrie bis 2045 treibhausgasneutral wird. Als Ideengeber und Multiplikator unterstüzen wir den Transformationsprozess der Industrie hin zur Klimaneutralität. Dafür mobilisieren wir mit dem interdisziplinären Netzwerk Kompetenzen und Synergien, um Lösungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung voranzubringen. Mehr dazu finden Sie hier.

Die Confederation of European Waste-to-Energy Plants (CEWEP) ist der europäische Dachverband der Betreiber von thermischen Abfallbehandlungsanlagen und vertritt über 400 Anlagen aus mehr als 20 Ländern. Sie machen über 80 % der Abfallbehandlungskapazität in Europa aus. ITAD ist das größte Mitglied des Verbands.

Die DGAW vereint rund 500 Mitglieder aus allen Bereichen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft, aus Industrie und Gewerbe, Anlagen- und Maschinenbau, Ingenieurwesen, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung, Politik und Anwaltschaft. Hier werden branchenverbandsunabhängige, sachorientierte Informationen, Diskussionen und Stellungnahmen, die oft weit über die Beschäftigung mit reinen Abfall- und Recyclingfragen hinausgehen, besprochen. Mehr dazu finden Sie hier.

Als ITAD nutzen wir die Plattform für unsere Mitglieder und vergeben unter anderem auf dem jährlichen DGAW-Wissenschaftskongress den ITAD-Sonderpreis für besondere wissenschaftliche Leistungen aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft und thermische Verwertung. 

Die Deutsche Phosphor-Plattform DPP e.V. bildet das Netzwerk zur Förderung der Rückgewinnung von Phosphor und zum nachhaltigen Einsatz der rückgewonnenen Produkte. Mit Blick auf diese Ziele führt die DPP Wissen und Erfahrungen der Akteure aus den einschlägigen Industrien, öffentlichen und privaten Organisationen sowie aus Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zusammen. ITAD engagiert sich im Zusammenhang mit der Phosphorrückgewinnung aus Klärschlämmen. Mehr dazu finden Sie hier.

Der AGFW e. V. fördert die Kraft-Wärme-Kopplung, (Fern-)Wärme und Kälte auf nationaler und internationaler Ebene. Als Regelsetzer und Dienstleister der Branche vertritt der AGFW e. V seit mehr als 50 Jahren mit seinem technischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen, energie- und umweltpolitischen Know-how die Interessen von über 725 Unternehmen der Kraft-Wärme-Kopplung, der Wärmewirtschaft und der Industrie. Mehr dazu finden Sie hier.

Als Förderer der Entsorgergemeinschaft der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (EdDE) setzt ITAD sich dafür ein, dass die Gemeinschaft mit Hilfe der Zertifizierung von Entsorgungsfachbetrieben satzungsgemäß die Öffentlichkeit vor einer Gefährdung durch mangelhafte Leistungen bei der umweltgerechten Entsorgung von Abfällen schützen kann. Außerdem soll die EdDE als wegweisende Institution der Branche Standards in der Zertifizierung von Entsorgungsfachbetrieben setzen, branchenbezogene Forschung fördern und kommunale und private Entsorgungsfachbetriebe in Deutschland vernetzen. Mehr dazu finden Sie hier.

Als assoziierte Partnerin der Initiative GET H2 setzt ITAD sich für den Aufbau einer bundesweiten Wasserstoffinfrastruktur ein, um dadurch die Umsetzung der Energiewende möglich machen. Hinter der Initiative stehen Unternehmen, Kommunen und Institutionen, die sich für die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Wasserstoffmarktes einsetzen. In mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der Technologien zu Erzeugung, Transport, Speicherung und Abnahme von grünem Wasserstoff (H2) voran. Sie planen die Realisierung von Leitungsnetzen, von Elektrolyseanlagen im Megawattbereich und von der Wasserstoff-Anwendung in Raffinerien, in der Stahlindustrie oder im Schwerlastverkehr. Mehr dazu finden Sie hier

Beim Runden Tisch Meeresmüll setzen wir uns dafür ein, die nationalen Maßnahmen zur Reduktion von Meeresmüll und ihre Umsetzung zu unterstützen. Der Runde Tisch bündelt die Expertise zahlreicher Akteure, schafft eine gemeinsame Wissensbasis und entwickelt konkrete Vorgehensweisen für Maßnahmen. Zudem fungiert er als zentrale Informations- und Austauschplattform, um zusätzliche Handlungsbedarfe zu identifizieren, Synergien mit internationalen Prozessen zu nutzen und eine kohärente nationale Strategie gegen Meeresmüll voranzubringen. Mehr dazu finden Sie hier.

Unsere Werte

Unsere gemeinsamen Werte sind die Basis unserer täglichen Arbeit. Eine sichere und saubere Entsorgung, die Umwelt und das Klima liegen uns dabei besonders am Herzen. Dafür setzen wir uns jeden Tag aufs Neue ein. Im täglichen Umgang miteinander leben wir unsere Werte: im Team, gegenüber unseren Mitgliedern und unseren Stakeholdern. 

Menschenrechte: Wir bekennen uns zur diskriminierungsfreien Gleichbehandlung aller Menschen und den universellen, unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechten. Diese sind in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in den Internationalen Menschenrechtsverträgen festgelegt. 

Demokratischer Prozess: Wir respektieren die Meinungsvielfalt, die Mehrheitsregel und die Opposition. Wir unterstützen die öffentliche Debatte, Transparenz, Partizipation und Toleranz für andere Kulturen und Meinungen. 

Innovation: Wir fördern eine Kultur der Kreativität, des Lernens, der Selbstentfaltung und der ständigen Verbesserung. Wir sind offen für neue Ideen, probieren sie aus und nutzen die sich uns bietenden Möglichkeiten

Nachhaltigkeit: Als einer der ersten Fachverbände in Deutschland hat ITAD eine Erklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) abgegeben. Wir erheben regelmäßig unseren Carbon Footprint und gleichen Emissionen aus.  Und wir sind aktive Unterstützer der Allianz für Entwicklung und Klima.

Teamarbeit: Wir arbeiten zusammen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Wir unterstützen, respektieren und wertschätzen einander. Wir teilen unser Wissen und unsere Erfahrungen miteinander.