Thermische Abfallbehandlungsanlagen behandeln Abfälle, die nicht oder nicht mehr recycelt werden können, darunter Sortierreste aus Recyclinganlagen. Sie zerstören Schadstoffe, schleusen sie aus dem Stoffkreislauf aus und gewinnen aus dem Abfall Energie. Aus den festen Verbrennungsrückständen können Metallschrotte zurückgewonnen werden. Damit ergänzen sie das Recycling in der Kreislaufwirtschaft.
Als Branchenverband übernimmt ITAD dabei selbst eine Vorreiterrolle: durch transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Kompensation von CO2-Emissionen sowie die Initiierung und Unterstützung von Nachhaltigkeitsprojekten. Dafür wurden wir im April 2017 als Schrittmacher der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet.
![Balkendiagramm: Entwicklung der CCFs nach Scopes in den zehn Jahren 2014 - 2024 [t CO2e]. Klar erkennbar ist, dass in den letzten beiden Jahren – 2023 und 2024 – keine Scope 1-Emissionen und seit 2016 Scope-2-Emissionen nur mehr weit unter 1 t CO2e zu verzeichnen waren.](/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Emissionsbilanz_ITAD_2024_b249b0c46c.png)
ITAD analysiert seit 2014 jährlich die Emissionen des Vereins auf Basis des Corporate Carbon Footprint (CCF). Die Bilanz entsteht in Anlehnung an das GHG-Protokoll, dem weltweit führenden Standard zur Treibhausgas-Fußabdruckberechnung (Carbon Footprinting) von Organisationen und Unternehmen. Die zur Berechnung der Emissionen benötigten Daten werden durch die FutureCamp Climate GmbH erhoben. Um ein realistisches Bild der Emissionsbilanz von ITAD zu erlangen, umfasst die Erstellung des CO2e-Fußabdrucks nicht nur den eigentlichen Geschäftsbetrieb als solchen, sondern schließt innerhalb der Systemgrenzen den üblichen Berechnungsstandards folgend auch vor- und nachgelagerte Prozesse mit ein (Scope 1-3 ). Während Scope 1- und 2-Emissionen meist im Kontrollbereich eines Unternehmens liegen und somit gut durch verfügbare Primärdaten (z. B. Ablesung des Stromzählers) abgebildet werden können, befinden sich Scope 3-Emissionen häufig außerhalb des Einflusses. ITAD erhebt neben den Scope 1- und Scope 2-Emissionen auch ausgewählte Scope 3-Emissionen, wobei teilweise (noch) fehlende Daten durch konservative Schätzungen oder Pauschalen ersetzt werden. Nach der Erhebung eines CO2e-Fußabdrucks hat die Vermeidung bzw. Verringerung der mit den Geschäftsaktivitäten verbundenen Treibhausgasen weiter oberste Priorität. Vielfach ist die Freisetzung von Emissionen aber nicht vollständig vermeidbar. Diese Restemissionen können nicht „kompensiert“ werden – denn sie sind de facto in die Atmosphäre gelangt, aber man kann durch Investition in ein Klimaschutzprojekt zumindest dazu beitragen, dass dort Emissionen in gleicher Höhe vermieden oder reduziert werden. Das von uns durch den Kauf von Zertifikaten für das Jahr 2024 unterstützte Projekt fördert die Bereitstellung von sauberem Wasser für Hunderte von Haushalten in den Provinzen Manica, Sofala und Tete in Mosambik. Da die Wasseraufbereitung zu Trinkwasserqualität entfällt, wird weniger Brennholz benötigt, was zum einen zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen führt und zum anderen den Holzbestand im Umfeld schont. Die Zertifikate stammen aus der Vintage 2021.
Unsere Emissionsbilanzierung stellen wir auf Nachfrage gerne zur Verfügung.

Als einer der ersten Wirtschaftsverbände Deutschlands gab ITAD 2017 erstmalig eine Erklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) ab. Der DNK ist ein vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelter Standard, der Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen und Organisationen entlang von 20 klar definierten Kriterien transparent und vergleichbar macht. Die freiwillige Anwendung des DNK unterstreicht das Engagement der Branche für glaubwürdige, nachvollziehbare und messbare Nachhaltigkeit, wie viele Mitgliedsunternehmen der ITAD zeigen. ITAD führt den DNK-Prozess seitdem jährlich durch.
Unseren aktuellen DNK-Bericht finden Sie hier.

Als eine von über 1.600 Unterstützenden beteiligt sich die ITAD seit 2019 an der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, um Klimaschutzstrategien mit Entwicklungswirkungen zu verbinden. Der Ansatz ist die Vermeidung von Treibhausgasen sowie deren Reduktion. Nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen werden ausgeglichen. Als Unterstützende der Allianz machen auch wir deutlich, dass Klimaschutz eine globale Herausforderung ist, die globale Perspektiven einschließen muss.

Wir sind auch in diesem Jahr für unsere durchdachten Lösungen auf unserem Gemeinschaftsstand wieder mit dem GoGreen Pioneer Award der IFAT ausgezeichnet worden. Bereits im Jahr 2022 hatten wir am IFAT Sustainability Award teilgenommen und dabei erfolgreich den 3. Platz belegt. 2024 wurden wir als GoGreen Pioneer für unseren Messeauftritt ausgezeichnet.
Auch bei unserem Messeauftritt ist uns wichtig, so viele Ressourcen wie möglich zu schonen und unsere Teilnahme so effizient wie möglich zu gestalten. Darauf achten wir nicht nur beim Aufbau des Standes selbst, sondern auch während der gesamten Vorbereitungs- und Nachbereitungsphase.
Mehr Informationen zu unseren Lösungen finden Sie hier.
Über Maßnahmen der Transparenz und des Ausgleichs hinaus achtet die ITAD sorgfältig darauf, Emissionen im ersten Schritt zu vermeiden, etwa durch die genaue Prüfung der Notwendigkeit von Dienstreisen mit der Bahn, die Nutzung von Ökostrom oder so kleine Dinge wie die Vermeidung von Ausdrucken und die Nutzung von Blauer-Engel-Druckerpapier.