ITAD auf der IFAT 2026

Großer Messestand, Menschen bewegen sich davor

Die IFAT in München ist der internationale Treffpunkt für Umwelttechnologien und damit auch eine wichtige Bühne für die Fragen, die die Abfallwirtschaft in den kommenden Jahren prägen werden: Entsorgungssicherheit, Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz, Ressourceneffizienz und verlässliche Infrastruktur.

ITAD ist vom 04. bis 07. Mai 2026 in München an Stand 339 in Halle A4 vertreten und lädt Politik, Verwaltung und Fachöffentlichkeit ein, sich am Stand über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze in der thermischen Abfallbehandlung zu informieren. Dabei geht es nicht nur um technische Perspektiven, sondern auch um Strategien für eine klimaverträgliche und resiliente Kreislaufwirtschaft.

Wir freuen uns auf den Austausch und auf Ihren Besuch auf der IFAT 2026!

Unsere Mitaussteller

Unser Messeprogramm

Auch für 2026 ist ein umfassendes Programm mit Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen aus der Branche und der Politik geplant. In diesem Jahr geht es um Rückstände, Klärschlamm, Nachhaltigkeit, Emissionshandel, CMS und 20 Jahre TASi. Wir freuen uns, wenn Sie vorbeikommen, mitdiskutieren und den Austausch mit ITAD und den Mitausstellern nutzen.

Menschen sehen einem Redner hinter Rednerpult zu
Unser Programm verbindet Theorie und Praxis der Branche.

  1. Verwertung von Rostasche in Deutschland - Ergebnisse der IGAM/ITAD-Umfrage 2024
    Maximiliam Meyer, IGAM
  2. Verwertung in Beton in der Praxis
    Christian Salzmann, Remondis
  3. Paneldiskussion zu beiden Impulsvorträgen
    Winfried Meier, AVEA Leverkusen
    Maximilian Meyer, IGAM
    Jörn Richter, Heidemann Recycling
    Christian Salzmann, Remondis

Moderation
Dr. Bastian Wens, ITAD e.V.

  1. Klärschlammentsorgung aus Sicht eines privaten Betreibers
    René Münch, EEW Energy from Waste GmbH
  2. Klärschlammentsorgung aus Sicht eines kommunalen Betreibers
    Dirk Salomon, Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH
  3. Klärschlammverwertung aus Sicht des P-Recyclings
    Tabea Knickel, Deutsche Phosphor-Plattform e.V.
  4. Klärschlammverwertung aus Sicht des Umweltbundesamtes
    Dr. Julia Vogel, Umweltbundesamt

Anschließend Paneldiskussion mit allen Beteiligten

Moderation
Dr. Bastian Wens, ITAD e.V.

  1. Nachhaltigkeit in der thermischen Abfallbehandlung
    Martin Hellwig, Institut für Nachhaltigkeitsbildung
  2. Sustainable Finance
    Fabian Böhmer, EEW Energy from Waste GmbH
  3. Nachhaltigkeitsstrategien - Von der Theoriein die Praxis
    Myrna Sandhövel, Prognos AG
  4. Vom Entsorgungs- zum Energiezentrum
    Peter Bollig, Abfall- und Energiezentrum Asdonkshof

Moderation
Annika Belisle, ITAD e.V.

Ministerialdirigentin Dr. Silke Karcher, Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Herwart Wilms, European Waste Management Association
Benjamin Wiechmann, Verband der Chemischen Industrie
Heijo Scharff, Landfill pro Deponieberatung
 

Moderation
Hartmut Haeming, Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber e. V.

  1. Aktuelle und zukünftige Herausforderungen in den Emissionshandelssystemen
    Michael Hoffmann, EEW Energy from Waste GmbH
  2. Ermittlung klimarelevanter Emissionen aus thermischen Abfallbehandlungsanlagen – Methodik, Messungen und Emissionsfaktoren
    Dr. Martin Pohl, ENVERUM
  3. Was kommt auf die Abfallwirtschaft zu?
    MdB Michael Thews, SPD-Bundestagsfraktion
  4. CMS und CCUS - Wohin führt der Weg?
    Sebastian Lübbers, Prognos AG

Anschließend Paneldiskussion mit allen Beteiligten
 

Moderation
Martin Treder, ITAD e.V.

  1. THG-Minderung durch Deponieverbot
    Antje Schwetje, Umweltbundesamt
  2. Deponierung worldwide
    Werner Bauer, ia GmbH
  3. Paneldiskussion zu beiden Impulsvorträgen
    Werner Bauer, ia GmbH
    Dr. Joachim Manns, EEW Energy from Waste GmbH
    Dr. Siegfried Scholz, European Suppliers of Waste-to-Energy Technology
    Antje Schwetje, Umweltbundesamt


Moderation
Dr. Ella Stengler, Confederation of European Waste-to-Energy Plants

Kostenlos die Messe besuchen

Mit dem Code "ITAD_IFAT2026" können Sie ohne Teilnahmegebühr an der Messe teilnehmen. Geben Sie den Code dafür einfach auf dieser Seite ein. In diesem Jahr finden Sie uns vom 04.-07.05.2026 an Stand 339 in Halle A4. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Thermische Abfallbehandlung auf der Orange Stage der IFAT

Redner mit Mikrofon vor Publikum
In diesem Jahr sind wir nicht nur auf der eigenen Bühne unterwegs.

Thermische Abfallbehandlung ist ein zentraler Baustein für Entsorgungssicherheit, Klimaschutz und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Genau deshalb bringt ITAD das Thema 2026 auf die große Bühne der IFAT.

Am 07.05.2026 findet um 13:30 Uhr auf der Orange Stage die Session „Roadmap 2045 – Perspektiven der thermischen Abfallbehandlung im Kontext der Kreislaufwirtschaft“ statt. Dr. Jochen Hoffmeister von Prognos und Prof. Dr. Martin Faulstich vom INZIN Institut erklären, wie sich Abfallmengen, Kapazitäten und Schnittstellen zur Energieversorgung bis 2045 entwickeln und welche Rolle die thermische Abfallbehandlung in einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft spielt. Weitere Informationen und Details zur Session finden Sie im IFAT-Programm. Die genaue Position der Orange Stage ist im Geländeplan der IFAT hinterlegt.

GoGreen Pioneer der IFAT 2026

Urkunde der Messe München für die ITAD
Nach 2024 sind wir auch 2026 wieder einer von wenigen GoGreen Pioneers auf der IFAT.

Wir sind auch in diesem Jahr für unsere Lösungen auf unserem Gemeinschaftsstand wieder mit dem GoGreen Pioneer Award der IFAT ausgezeichnet worden - als einer von nur sechs Ausstellern. Nachhaltigkeit ist für uns keine Kür, sondern Pflicht. Wir haben schon im Jahr 2022 am IFAT Sustainability Award teilgenommen und dabei erfolgreich den 3. Platz belegt. 2024 wurden wir als GoGreen Pioneer für unseren Messeauftritt ausgezeichnet. 

Unser Auftritt ist vollständig entlang nachhaltiger Kriterien konzipiert. Das wird am Stand sichtbar und nachvollziehbar: Über eine eigene Ausstellungsstele informieren wir transparent über die ökologischen Grundlagen unseres Messestands. Eine begleitende Unterseite auf unserer Website erläutert die Maßnahmen zusätzlich im Detail.

Ein zentrales Element ist zudem die konsequent emissionsarme Umsetzung: Bereits in der Vorbereitung verzichten wir bewusst auf physische Abstimmungstreffen, vermeiden unnötige Reisen und setzen auf effiziente digitale Formate. Die verbleibenden Emissionen – von Transporten über Energieverbräuche bis zu digitalen Prozessen – werden bilanziert und kompensiert. Die Ergebnisse fließen auch in unsere freiwillige jährliche Berichterstattung im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex ein.

So entsteht ein Messeauftritt, der Nachhaltigkeit nicht nur kommuniziert, sondern als nachprüfbaren Standard umsetzt – und Impulse für eine ressourcenschonende Messewirtschaft setzt.

Im Detail

Nachhaltigkeit ist für ITAD kein ergänzendes Element, sondern der Ausgangspunkt des gesamten Messeauftritts. Unser Claim „sicher. sauber. nachhaltig.“ bildet die Leitlinie, an der sämtliche Entscheidungen von der Planung über die Umsetzung bis zur Kommunikation ausgerichtet wurden.

Dabei konzentrieren wir uns auf drei Säulen:

  1. Kommunikation des nachhaltigen Messebaus vor Ort zur Aufklärung und Anregung bei den Messebesuchenden,

  2. Verbreitung des nachhaltigen Konzepts in den digitalen Medien zur Nachhaltigkeitsbildung,

  3. klare Vorgaben an Team, Mitaussteller, Speaker und Dienstleister, um gemeinsam mit gutem Vorbild voranzugehen.

Nachhaltiger Standbau: Wiederverwendung statt Neuproduktion

Dieses Prinzip wird am Stand klar erkennbar: Die ITAD-Farbwelt mit dem charakteristischen Grün wird gezielt eingesetzt, um die Nachhaltigkeitsbotschaft visuell zu verankern und den Wiedererkennungswert zu stärken. Im Zuge der jüngsten Überarbeitung unseres Corporate Designs haben wir uns bewusst gegen den Austausch bereits vorhandener, gebrandeter Wände, Aufsteller und Schilder entschieden. Zwar hätten neue Grüntöne eine optische Anpassung nahegelegt, ein rein ästhetisch motivierter Austausch wäre jedoch weder ökologisch vertretbar noch mit unserem Anspruch an echte Zirkularität vereinbar. Stattdessen nutzen wir vorhandene Elemente weiter und verlängern ihren Lebenszyklus.

Transparenz am Stand und online: Maßnahmen sichtbar machen

Über eine eigene Ausstellungsstele informieren wir transparent über die nachhaltigen Grundlagen des Standes. Ergänzend erläutert eine begleitende Unterseite auf unserer Website alle Maßnahmen detailliert und stellt Hintergrundinformationen bereit. Die Inhalte sind am Stand über QR-Codes abrufbar.

Lebenszyklus-Informationen: der Stand als begehbare Informationsfläche

Die nachhaltigen Aspekte des Standes werden direkt am Ort des Geschehens sichtbar gemacht: QR-Codes an Bauteilen und Möbelstücken ermöglichen eine Auseinandersetzung mit Herkunft und Lebenszyklus. Besucherinnen und Besucher erfahren beispielsweise,

  • aus welchen Materialien eine Wand gefertigt wurde,

  • wie viele Einsätze ein Möbelstück bereits hinter sich hat,

  • was es „in seinem letzten Leben“ war,

  • oder wie es nach der Messe weiterverwendet wird.

Der Stand wird damit zu einer begehbaren Informationsfläche, die ihre eigene Geschichte erzählt und dazu motiviert, bewusstere Konsumentscheidungen zu treffen.

Verstärkung nach der Messe: LinkedIn-Kampagne mit Bildmaterial

Eine professionelle Fotografin dokumentiert den Messestand, um im Nachgang eine LinkedIn-Kampagne zum nachhaltigen Standbau zu starten. Darin klären wir über Wieder- und Weiterverwendung von Messemöbeln auf, zeigen Best Practices unseres Standes und möchten dadurch andere aus der Branche dazu anregen, ebenfalls nachhaltig zu denken.

Vorbildfunktion als Organisator: Nachhaltigkeit als Standard für den Gemeinschaftsstand

Als Organisatoren eines Gemeinschaftsmessestandes setzen wir nachhaltige Maßnahmen nicht nur auf ITAD-Flächen um, sondern fordern auch alle Mitaussteller dazu auf, Nachhaltigkeit als oberstes Entscheidungskriterium in ihrer Messeplanung zu berücksichtigen. So wird aus einer Einzelmaßnahme ein gemeinsamer Branchenimpuls.

Emissionsvermeidung bereits in der Vorbereitung: digital, effizient, datenbewusst

Bereits in der Vorbereitung verzichten wir bewusst auf physische Abstimmungstreffen, um reisebedingte Emissionen zu vermeiden. Stattdessen nutzen wir kurze, effiziente Online-Meetings und reduzieren digitale Datenmengen, wo dies möglich ist. Bei den geplanten sieben Projektmeetings mit unseren Mitausstellern (durchschnittlich 15 Beteiligte aus ganz Deutschland) ergeben sich bei einer angenommenen Durchschnittskilometerzahl von 400 km (Hin- und Rückreise) zur Geschäftsstelle der ITAD in Düsseldorf vermiedene PKW-CO₂-Emissionen von knapp 12 Tonnen.

Emissionsarme Umsetzung: Bahn-Anreise, Speaker-Auswahl, Inhalte mit Wirkung

Ein zentrales Element des Gesamtkonzepts ist die konsequent emissionsarme Umsetzung:

  • Alle Standbetreuerinnen und -betreuer sowie eingeladene Speaker werden dazu angehalten, mit der Bahn anzureisen und dazu motiviert, über ihre klimafreundliche Anreise zu sprechen, um andere für diese Art der Messeanreise zu gewinnen.

  • Allein das ITAD-Team spart durch die Bahn-Anreise von Düsseldorf nach München rund 2 Tonnen CO₂ ein (im Vergleich zur Anreise mit Benzin-PKWs).

  • Auf dem Gemeinschaftsstand finden vormittags und nachmittags Fachvorträge statt. Dafür laden wir bewusst nur Speaker ein, von denen wir wissen, dass sie ohnehin als Aussteller oder Besucher auf der Messe sein werden, um unnötige Reise- und Übernachtungsemissionen zu vermeiden.

  • Ein ganzer Themenblock unseres Programms widmet sich dem Thema „Nachhaltigkeit“ und stellt Best Practices aus der Branche als Anregung zur Nachahmung vor. Damit nutzen wir unsere exponierte Position gezielt zur Nachhaltigkeitsbildung.

Nachhaltigkeitsberichterstattung, Bilanzierung und Kompensation: nachvollziehbar, extern geprüft, veröffentlicht

Die Restemissionen unseres Messeauftritts von Transporten über Energieverbräuche bis hin zu digitalen Prozessen werden durch den zertifizierten Dienstleister Future Camp Climate GmbH vollständig bilanziert und zu 100 % kompensiert. Die Ergebnisse der Emissionsauswertung fließen zudem in unsere freiwillige jährliche Berichterstattung über den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) ein. In diesem Jahr werden wir zudem zum ersten Mal auch einen eigenen VSME-Bericht erstellen. Die Berichte veröffentlichen wir im Anschluss, um unsere Vorbildfunktion in der Branche zu nutzen und zu mehr Nachhaltigkeit anzuregen. Der DNK-Bericht 2024 wird beispielsweise auch per QR-Code im Empfangsbereich unseres Standes ausgestellt.

Der Standbau von ITAD folgt konsequent dem Prinzip der Zirkularität. Bereits in der Planungsphase wird festgelegt, dass Wiederverwendung und Modularität Vorrang vor rein ästhetischen Anpassungen oder kurzfristigen Komfortentscheidungen haben. Das Ergebnis ist ein Messestand, der eine Wiederverwendungsrate von über 80 Prozent aufweist und damit weit über dem üblichen Standard der Messebranche liegt. Unser Ziel ist nicht die Inszenierung einer kurzfristigen Messearchitektur, sondern die langfristige Nutzung eines funktionalen, ressourcenschonenden Systems.

Modulare Architektur: Bauteile, die im Gemeinschaftsstand und bei Mitausstellern funktionieren

Die Grundkonzeption des Standes ist bewusst modular aufgebaut. Sämtliche größeren Elemente, von Wänden über Aufsteller bis hin zu Schildern, sind so gestaltet, dass sie sowohl im Gemeinschaftsbereich als auch auf den Ständen der Mitaussteller mehrfach eingesetzt werden können. Diese Flexibilität sorgt dafür, dass Materialien und Bauteile über mehrere Veranstaltungszyklen hinweg genutzt werden und der Ressourcenverbrauch signifikant sinkt.

Langfristige Zusammenarbeit mit FAIRNET: Nachhaltigkeitsstandards entlang der gesamten Kette

Der Messestand wird fortlaufend gemeinsam mit unserem Messebauer FAIRNET weiterentwickelt, der als „Sustainable Company powered by fwd:“ sowie Green Globe-zertifiziert ist und anspruchsvolle ökologische Standards in seiner eigenen Wertschöpfungskette erfüllt. Die kontinuierliche Zusammenarbeit ist für uns auch deshalb zentral, weil FAIRNET unsere strengen Anforderungen an einen nachhaltigen Messestand ernst nimmt und wir auf über viele Messen bewährte Standbau-Elemente immer wieder zurückgreifen können, ohne neue produzieren zu müssen. Damit stellen wir sicher, dass Planung, Lagerhaltung, Transport und Weiterverwendung der Standbauteile entlang klarer Nachhaltigkeitskriterien erfolgen.

Systembau und Wechselteile: langlebige Unterkonstruktion, austauschbare Grafiken

Die Wandkonstruktion unserer Kabine einschließlich Lager und Küche basiert auf einer langlebigen Aluminium-Messesystem-Unterkonstruktion. Diese Systeme durchlaufen beim Messebauer zahlreiche Einsätze und sind dafür ausgelegt, über viele Jahre hinweg eingesetzt zu werden. Auch die Decke aus Truss sowie die Fernkennung aus Alurahmen stehen für konsequente Wiederverwendung: Die Konstruktion kommt nahezu identisch bereits zum fünften Mal auf der IFAT zum Einsatz. Gleiches gilt für textile Grafikflächen und Thekenbanner, die bei den Mitausstellern teilweise bereits im vierten Einsatz sind.

Klimawirkung: messbare Reduktion und klare Richtung für die nächsten Zyklen

Die CO₂e-Bilanz des Standes zeigt bereits eine Reduktion (berechnet durch FAIRNETmit dem CO2-Rechner der KlimAktiv gGmbH):

  • 2022: 19,686 t CO₂e

  • 2024: 18,219 t CO₂e (trotz einiger neu zu fertigender Bauteile)

Wir können sicher prognostizieren, dass wir den Wert 2026 weiter deutlich senken können, da wir in diesem Jahr so gut wie keine Elemente neu produziert haben.

Auszug der verwendeten Standbau- und Logistikelemente

Kreislauffähiger Fußbodenbelag (800 m²): Rewind statt klassischer Event-Teppiche

Wir setzen beim Teppichboden auf einen komplett kreislauffähigen Messeteppich der Marke Rewind: latexfrei, mono-material-basiert, selbst ein Rezyklat, rückführbar und zu 100 % recyclingfähig. Damit adressieren wir einen bekannten Schwachpunkt klassischer Event-Teppiche, die häufig keine Rücknahmesysteme bieten.
Jedes Jahr werden über 120 Millionen Quadratmeter Teppichboden für Messen hergestellt, die anschließend wegen Verbundstoffen und Verschmutzung nicht recycelt werden können. Wir gehen hier bewusst einen anderen Weg.
Im Gegensatz zum herkömmlichen Messeteppichboden erfordert die Produktion von Rewind kein Wasser und 83 % weniger Gas. Dieser energieeffiziente Produktionsablauf reduziert die CO₂-Emissionen insgesamt um bis zu 35 %.

Modulare Theken: mit Transportlogik für mehrere Generationen

Die modulare Theke ist auf einen Lebenszyklus von ca. 50 Einsätzen ausgelegt. Dazu gehören Holz-Transportkisten, die auch über die Lebensdauer einer Theke hinaus genutzt werden, um auch die nächste Generation unversehrt zu transportieren. Die Kisten erlauben zudem, die Theken bei Transport und Lagerung übereinander zu stapeln.

Systemrückwände: hohe Wiedereinsatzfrequenz bei Aluminium und Stoffen

Die Messesystemrückwände haben durchschnittlich eine Wiedereinsatzhäufigkeit von ca. 40 Einsätzen (in der Praxis häufig mehr; insbesondere Aluminium wird oft noch häufiger eingesetzt). Die Stoffe sind ebenfalls wiederverwendbar und können bei unbeschädigtem Zustand 2- bis maximal 5-mal wiedereingesetzt werden.

Fernkennungsbanner seit 2016: Design für Teiltausch statt Kompletttausch

Das Banner zur Fernkennung ist eine Sonderanfertigung für den ITAD-Messestand und seit 2016 im Einsatz. Stoffgrafiken werden auf Pappkerne gerollt (wiederverwendbar) oder im Stapelrahmen zusammengefaltet luftdicht verschlossen gelagert. Dadurch werden sie häufig länger genutzt als in vielen anderen Projekten. Das Design ist so angelegt, dass die Grafiken der Mitaussteller autark gehängt werden können: Bei Verschiebung der Ausstellungsflächen oder Austausch der Aussteller wird nur das jeweilige Logo getauscht, während das Hauptbanner weiterverwendet werden kann.

Leuchtkästen und Rahmen: langlebiger Eigenbestand seit 2016

Die Leuchtkästen an der Decke bestehen – wie das Wandsystem – aus Aluminiumprofilen und werden typischerweise 5–10-mal eingesetzt. 

Verpackung und Transport: Standardisierung, Volumenreduktion, weniger Einweg

Beim Verpacken achten wir darauf, Verpackungseinheiten möglichst standardisiert zu gestalten und auf unnötige Verpackungen zu verzichten.

  • Megawall-Rahmen werden in demontierbaren Metallgestellen transportiert, farblich nach Größe sortiert. Leere Gestelle lassen sich für die Einlagerung nahezu auf Palettenhöhe auseinanderbauen und stapeln; das spart Volumen.

  • Sammelboxen („Aufsteckrahmen“) bündeln Kleinteile zentral und reduzieren Verpackung: z. B. Kleiderhaken, Profilzylinder für Türen, Schlüssel, Schrauben, Klebebänder.

Podest- und Plattenmaterial: Mehrfachnutzung bis zur energetischen Verwertung

Fußbodenplatten im Podest hatten teils „im ersten Leben“ bereits andere Funktionen (z. B. Wandplatten); zum Großteil sind es unbeschichtete Spanplatten. Diese Verlegespanplatten werden mehrfach eingesetzt und bei Bedarf aussortiert. Aus aussortierten Platten wird zunächst Unterlattung geschnitten, die ebenfalls mehrfach eingesetzt wird. Erst unbrauchbar gewordene Unterlattung wird anschließend thermisch verwertet; aus der entstehenden Abwärme werden wiederum Fernwärme, Strom und Prozessdampf erzeugt.

Technik: vollständig gemietet, Wiederverwendung im Regelfall 100 %

Die technische Ausstattung (Monitore, Licht, interaktive Module) ist vollständig gemietet und wird nach der Veranstaltung weiterverwendet. Damit liegt die Weiterverwendungsquote der Technik im Regelfall bei 100 %.

Systemstandwände und Materialwahl: langlebig, häufige Zyklen, gut recyclebar

Bei den Systemstandwänden ist die Wiederverwendung strukturell angelegt: Die Aluminium-Unterkonstruktion (Profile/Rahmen/Verbinder) ist für häufige Auf- und Abbauzyklen ausgelegt und bleibt über viele Messejahre im Bestand. Der Hersteller Octanorm beschreibt diese Lösungen ausdrücklich als langlebig und wiederverwendbar; hinzukommt, dass es sich um leicht recyclebares Aluminium handelt.

Eigentum, Miete und Wechselteile: Kreislauflogik statt Neuanschaffung

Die Truss/Traverse ist bewusst vor Ort gemietet und geht nach der Messe zurück in den Umlauf. Auch hier erfolgt keine Neuanschaffung für den Messeauftritt. Insgesamt reduziert diese Systemlogik sowohl Materialneumengen als auch das Abfallaufkommen und senkt die CO₂-Last pro Messezyklus durch vermiedene Neuproduktion und Entsorgung.

Reparatur- und Lagerprozess: Kontrolle, Sortierung, nächster Kreislaufschritt

Die Architektur des Standes ist auf Austauschbarkeit und Größenskalierung ausgelegt und setzt sich in Fertigung und Montage fort. Reparatur statt Ersatz ist dabei Teil der Logik: Nach Rücknahme der Materialien erfolgt im Lager eine Kontrolle und Sortierung der einzelnen Bauteile und Stücke mit der Entscheidung, ob direkte Einlagerung und Wiederverwendung, Reparatur oder Überführung in den nächsten Schritt der Kreislaufwirtschaft erfolgt.

Logistik und Montage: regionale Teams und lokale Anmietung

Der Projektmanager/Bauleiter kommt aus Leipzig, das Montageteam aus dem Großraum München. Auch das reduziert Reiseemissionen und unterstützt die Kreislauflogik.

Die Standausstattung des ITAD-Auftritts folgt konsequent dem Prinzip der Ressourcenschonung und orientiert sich an weiter- und wiederverwendbaren, langlebigen und emissionsarmen Lösungen. Unser Anspruch an einen hochwertig gestalteten Stand bleibt dabei bestehen: Qualität und Ästhetik werden bewusst über professionelle Mietsysteme realisiert, ohne dafür neue Ressourcen zu binden.

Mobiliar: vollständig gemietet, hohe Nutzungsfrequenz, optimierte Logistik

Sämtliches Mobiliar ist gemietet und durchläuft bis zu 25 Einsätze pro Jahr. Dadurch wird eine hohe Nutzungsfrequenz bei optimierten Transport- und Lagerlogistiken sichergestellt. Das Mietmobiliar ist für hohe Beanspruchung konzipiert und wird über viele Jahre genutzt; ein zentraler Hebel, um Neuanschaffungen und materialbedingte Emissionen zu vermeiden.

Konkrete Beispiele aus der Ausstattung:

  • Mietstühle: stapelbar für platzsparende Lagerung und Transport, ca. 20 Einsätze im Jahr

  • Pflanzkästen: Verwendung seit 2016

  • Thekengestell: im Wiedereinsatz seit 2014, prognostiziert ca. 40 Einsätze, der LED-Leuchtkasten im Thekengestell ist verschleißarm, sehr beständig und energiesparend

Technik und Exponate: komplett gemietet, inklusive Leihgabe mit Bildungsbezug

Die technische Ausstattung von Monitoren über Lichttechnik bis zu interaktiven Exponaten ist vollständig gemietet und geht nach der Messe wieder in den regulären Einsatz über. Die gesamte Beleuchtung erfolgt über energieeffiziente LED-Systeme. Dazu zählt auch ein interaktives Lernmodul der Kraftwerkschule Essen, das das Arbeiten mit einem Greifer im Müllbunker simuliert. Diese Leihgabe fügt sich nicht nur funktional in das Konzept ein, sondern zeigt exemplarisch, wie Bildungs- und Messeinfrastruktur ressourceneffizient gemeinsam genutzt werden können.

Pflanzen und Ambiente: Mietpflanzen im Kreislauf statt Einmal-Dekoration

Für das Standambiente setzen wir ausschließlich auf Mietpflanzen, die nach dem Einsatz an anderer Stelle weiterverwendet werden. Mietpflanzen sind Teil eines Kreislaufs: Sie werden saisonal gepflegt, mehrfach jährlich eingesetzt und anschließend durch ein regionales Floristikunternehmen im Großraum München erneut vermietet.

Digitale Informationsvermittlung statt Print: papierlos, aktuell, fehlerfrei

Printprodukte setzen wir bewusst nicht mehr ein. Selbst unser Jahresbericht wird ausschließlich digital bereitgestellt und ist über einen QR-Code auf einer unserer Ausstellungsstelen abrufbar. Besucherinnen und Besucher erhalten sämtliche Informationen zu ITAD, unseren Publikationen und unseren Schwerpunktthemen papierlos über modern gestaltete Aufsteller mit QR-Codes. Allein durch den vermiedenen Druck dieses 70-seitigen Jahresberichts haben wir bei einer geschätzten Messe-Auflage von 500 Exemplaren mehr als 35 kg CO₂ gespart. Verpackung und Versand sind dabei noch nicht eingerechnet. Auf gedruckte Visitenkarten verzichten wir in diesem Jahr zum ersten Mal komplett und nutzen stattdessen QR-Codes auf den Smartphone-Screens unserer Mitarbeitenden, um Kontaktdaten direkt und fehlerfrei zu übertragen.

Abfallvermeidung und Give-away-Verzicht

Ein weiterer Schwerpunkt ist die konsequente Abfallvermeidung. Wir verzichten vollständig auf klassische Give-aways und haben stattdessen geprüft, ob es nachhaltige Alternativen gäbe. Diese bieten wir in Form unserer „ITAD-Äpfel“ an: Dabei handelt es sich um gebrandete Äpfel, die den Besuchenden zum Verzehr angeboten werden. Der Hersteller kommt aus dem Großraum München, sodass unnötiger Transport vermieden wird. Ergänzend stellen wir sicher, dass am Stand eine klare und konsequente Abfalltrennung erfolgt; ein gelebter Bestandteil unserer alltäglichen Praxis, die wir auch auf der Messe nicht aussetzen. Als Abfallexperten achten wir darauf sowohl bei unserem Caterer als auch bei unseren Mitausstellern.

Nachhaltigkeit inhaltlich sichtbar machen: QR-Codes, Videos, Branchenbezug

Zudem zeigen wir auf Stelen und Bildschirmen mittels QR-Codes und Videoinhalten, wie nachhaltig die Branche der thermischen Abfallbehandlung arbeitet und welche Rolle zirkuläre Prozesse spielen. Die digitale Vermittlung reduziert nicht nur Materialverbrauch, sondern macht Nachhaltigkeit als Thema unmittelbar sichtbar und für Besucherinnen und Besucher leicht zugänglich. Zu den ausgestellten Inhalten gehört neben unserem Nachhaltigkeitsbericht 2024 auch der Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026.

In der Summe ergibt sich eine Standausstattung, die vollständig auf Wiederverwendung, digitale Informationsvermittlung und konsequente Abfallvermeidung ausgerichtet ist und damit den Kern nachhaltiger Messepraxis abbildet. 

Das Catering am ITAD-Stand ist bewusst so gestaltet, dass es den ökologischen Fußabdruck unseres Messeauftritts minimiert und zugleich ein stimmiges Gesamtkonzept unterstützt. Insgesamt folgt unser Cateringkonzept einer klaren Linie: ressourcenschonend, abfallarm, regional und saisonal, mit einem bewusst reduzierten Anteil tierischer Produkte. 

Lokaler Caterer: Sinnesfreunde aus München – weniger Wege, weniger Emissionen

Unser Caterer ist „Sinnesfreunde“ aus München. 2026 wird damit erstmals ein Caterer direkt vor Ort eingesetzt, mit noch kürzeren Anfahrtswegen. Gleichzeitig entstehen keine Übernachtungen beim Personal, was wiederum deutlich CO₂ einsparen kann.

Speisenauswahl: regional, saisonal, kurze Wege

Bei der Auswahl der Speisen orientieren wir uns konsequent an Regionalität und Saisonalität. Die angebotenen Produkte stammen aus dem unmittelbaren Umland der Messe München, wodurch Transportwege kurzgehalten und die damit verbundenen Emissionen reduziert werden. Ergänzend wird das Speisenangebot saisonal zusammengestellt, sodass weder energieintensive Gewächshausprodukte noch lange Lieferketten notwendig sind.

Proteinstrategie: überwiegend vegetarisch, Fleisch nur in geringem Umfang

Der Speiseplan ist überwiegend vegetarisch ausgerichtet, Fleisch kommt nur in geringem Umfang vor. Dies erfolgt bewusst, da insbesondere tierische Produkte überproportional hohe Emissionen verursachen. Gleichzeitig möchten wir ein Angebot bereitstellen, das für alle Besuchenden zugänglich bleibt, weshalb fleischhaltige Optionen weiterhin vorhanden sind.

Abfallvermeidung: Mehrweg statt Einweg

Wir setzen vollständig auf Mehrweggeschirr und Mehrwegbehälter. Einwegverpackungen und Einwegflaschen kommen nicht zum Einsatz, da sie weder im Sinne der Ressourcenschonung noch der Abfallvermeidung vertretbar sind.

Vermeidung von Lebensmittelverschwendung: kleinere Portionen, bedarfsgerechtes Nachlegen

Um Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, arbeiten wir mit kleineren Portionsgrößen und ermöglichen allen Gästen, nach Bedarf nachzunehmen. Durch dieses Konzept werden überschüssige Mengen vermieden, ohne die Aufenthaltsqualität einzuschränken. Das Catering-Team ist ausdrücklich angehalten, Speisen bedarfsgerecht nachzulegen und nicht im Voraus zu große Mengen bereitzustellen. Zusätzlich liegt unser Fokus darauf, möglichst wenige Lebensmittelreste durch intelligentes und vorausschauendes Erwärmen und Kochen zu produzieren. Verbleibende Reste werden ggf. den Mitarbeitenden an jedem Messeabend mitgegeben. Eine Kooperation mit einem lokalen Partner zur Lebensmittelrettung ist angefragt und wünschenswert. Zum jetzigen Zeitpunkt kann jedoch noch keine finale Aussage getroffen werden, da u. a. der Erhalt der Kühlkette noch zu klären ist.

Zur IFAT München

Logo der IFAT München
Die IFAT ist die Weltleitmesse für Umwelttechnologien

Vom 04. bis 07. Mai 2026 ist ITAD auf der IFAT Munich, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, in München vertreten. Die IFAT ist eine der zentralen Fachveranstaltungen der Branche und bietet ein breites Spektrum an Themen – von thermischer Abfallbehandlung über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz.

Sie finden uns an allen Messetagen in Halle A4, Stand 339. Unter dem Claim „sicher. sauber. nachhaltig.“ zeigen wir, wie die thermische Abfallbehandlung als Teil der kritischen Infrastruktur zu Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Ressourcenschonung beiträgt – und welche politischen und fachlichen Weichenstellungen dafür jetzt notwendig sind.

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