
Düsseldorf, 26.03.2024
Die Interessengemeinschaft Thermischer Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD) hat ihre Stellungnahme zu den Eckpunkten der Carbon Management Strategie (CMS) der Bundesregierung und zum Referentenentwurf der Novelle des Kohlendioxid-Speichergesetzes (KSpTG) veröffentlicht. Die Stellungnahme hebt insbesondere die Rolle der thermischen Abfallbehandlungsanlagen (TAB) bei der Erreichung der Klimaneutralität hervor.
ITAD begrüßt die Inhalte der CMS und die Anerkennung der TAB als wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität Deutschlands ab 2045. Mit über 90 Mitgliedsunternehmen, die rund 95 % der bundesdeutschen Verbrennungskapazität repräsentieren, betont ITAD die Wichtigkeit der Abfallverbrennung nicht nur für die Entsorgungssicherheit, sondern auch für die CO₂-Reduzierung durch die Nutzung von biogenem Kohlenstoff und die Rückgewinnung von Metallen aus Verbrennungsrückständen.
Die Stellungnahme bezieht sich auch auf das Positionspapier des Umweltbundesamtes (UBA) vom September 2023, das für einen Testbetrieb von Carbon Capture and Storage (CCS) speziell die TAB vorsieht. ITAD unterstützt diesen Vorschlag und unterstreicht die Bedeutung von Forschung und Entwicklung sowie die Notwendigkeit einer klaren und zukunftsorientierten Gesetzgebung, um die Potenziale der CCS-Technologie voll ausschöpfen zu können.
ITAD fordert eine schnelle Verabschiedung der CMS und eine zielgerichtete Förderung der Abfallverbrennungstechnologie, um Deutschland als Vorreiter im Bereich der klimafreundlichen Abfallverwertung zu etablieren. Der Fachverband weist auf die Bedeutung einer Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen hin, um die Abfallverbrennung als integralen Bestandteil der nationalen Klimaschutzstrategie zu stärken.

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ITAD e.V. ist die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland. Über 90 Thermische Abfallbehandlungsanlagen (TAB) mit rund 95 % der bundesdeutschen Behandlungskapazität sind Mitglied. Sie verwerten mit über 7.000 Mitarbeitenden jährlich über 25 Mio. Tonnen Abfälle, überwiegend aus Haushalten, Umweltschutzmaßnahmen und Gewerbe. Damit gewährleisten sie maßgeblich die Entsorgungssicherheit für Bürger und Unternehmen im Rahmen der Daseinsvorsorge. Durch die Nutzung der dabei entstehenden Abwärme wird Strom (ca. 10 Mio. MWh) sowie Prozessdampf und Fernwärme (ca. 25 Mio. MWh) genutzt, sodass fossile Energieträger substituiert werden. Mit der Verwertung der Metalle aus den Verbrennungsrückständen wird somit ein relevanter Netto-Beitrag aus den TAB zum Klimaschutz mit mehreren Mio. Tonnen CO2 geleistet.
ITAD ist registrierte Interessenvertreterin und wird im Lobbyregister des Bundes unter der Registernummer: R000996 geführt. ITAD betreibt Interessenvertretung auf der Grundlage des „Verhaltenskodex für Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter im Rahmen des Lobbyregistergesetzes“.