Isabel Kaphahn von der RWTH Aachen, TEER, gewinnt ITAD-Sonderpreis auf dem 15. DGAW-Wissenschaftskongress in Pforzheim

Preisübergabe beim DGAW Kongress2026

Pforzheim, 26.02.2026

Isabel Kaphan von der RWTH Aachen, TEER, gewinnt ITAD-Sonderpreis auf dem 15. DGAW-Wissenschaftskongress in Pforzheim


Beitrag zum Thema Oxyfuel-Verfahren zur CO2-Abscheidung unter 67 Einreichungen ausgezeichnet

  • ITAD-Sonderpreis in Höhe von 1.500 Euro zum zweiten Mal vergeben
  • Titel des Gewinnerbeitrags: „Implementation des Oxyfuel-Verfahrens zur CO2-Abscheidung in Müllverbrennungsanlagen“

Isabel Kaphahn hat es geschafft: Ihr Beitrag wurde aus 67 Einreichungen von 27 Hochschulen im deutschsprachigen Raum, die sich mit dem Thema Abfall- und Kreislaufwirtschaft beschäftigen, zum Gewinner des ITAD-Sonderpreises 2026 ausgewählt. Der Beitrag mit dem Titel „Implementation des Oxyfuel-Verfahrens zur CO2-Abscheidung in Müllverbrennungsanlagen“ vergleicht, welche prozesstechnischen Auswirkungen verschiedene Abgas-Rezirkulationsstrategien haben. Dies geschieht anhand eines numerischen Verbrennungsmodells und ergänzender thermoanalytischer Experimente. Dabei zeigt Isabel Kaphahn, dass die Wahl des Abgas-Rezirkulationspfades die Schadstofffracht, den Wasserdampfanteil im Oxidationsmittel sowie die CO2- und N2-Konzentrationen im Abgas maßgeblich beeinflusst. Neben der sehr guten Methodik und überzeugenden Präsentation auf dem DGAW-Kongress ist das Thema aktuell und relevant für die Branche der thermischen Abfallbehandlung.. 

Der ITAD-Sonderpreis ist mit 1.500 Euro dotiert. Außerdem erhielt Isabel Kaphahn ein Freiticket für den VDI-ITAD-Kongress „Thermische Abfallbehandlung 2026“, der im September in Würzburg stattfindet und die ideale Möglichkeit bietet, um Kontakte in der Branche zu knüpfen und zu erfahren, was die Branche aktuell bewegt.

„Der DGAW-Wissenschaftskongress hat auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie viel Lösungskompetenz in der Nachwuchsforschung steckt. Wir haben sehr viele relevante, methodisch überzeugende und spannend vorgetragene Beiträge gesehen, die die Abfall- und Kreislaufwirtschaft wirklich weiterbringen können. Mit unserem Sonderpreis würdigen wir einen Beitrag, der nicht nur methodisch überzeugt, sondern auch eines der aktuellen Schwerpunktthemen im Bereich des Klimaschutzes voranbringt“, sagt Dr. Bastian Wens, Geschäftsführer der ITAD, der den Sonderpreis am Vortag überreichen durfte. 

ITAD nutzte den Kongress auch, um auf die Branche als spannende Arbeitgeberin aufmerksam zu machen. Der Stand der Interessengemeinschaft wurde von den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern rege besucht. 

Thermische Abfallbehandlungsanlagen bilden eine spannende Kombination aus Abfallwirtschaft und Kraftwerk, also genau dem, was umweltbewusste und technikaffine Menschen, die wirklich etwas bewegen möchten, begeistern kann. Wer Lust auf sinnstiftende Arbeit in einer Branche hat, die sich stetig weiterentwickelt und weiterhin großes Zukunftspotenzial hat, findet bei uns starke Teams und spannende Aufgaben. 

Dr. Bastian Wens, Geschäftsführer der ITAD

Zum DGAW-Wissenschaftskongress:

Der DGAW-Wissenschaftskongress fördert die Transformation zur Kreislaufwirtschaft, indem er aktuelle Forschung zur Ressourcenschonung, zum Umwelt- und Klimaschutz sichtbar macht. Im Mittelpunkt steht die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Vor allem Promotionsarbeiten werden vor Fachpublikum präsentiert und diskutiert. Aus zeitlichen Gründen war die Zahl der Vorträge in diesem Jahr auf 21 begrenzt. Aus den 67 Einreichungen wurden 42 weitere Forschungsthemen im Rahmen von Posterpräsentationen in kurzen Pitches auf dem Podium und in einem Ausstellungsforum präsentiert. Alle eingereichten Themen (Poster und Vorträge) werden in einem digitalen Tagungsband veröffentlicht. Gastgeber der Veranstaltung mit rund 160 Teilnehmenden war Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky, Direktor der Forschungsstelle und Professor für Nachhaltige Produktentwicklung und Leiter des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen/ Circular Economy Engineering.

Den Tagungsband, der auch den Gewinnerbeitrag beinhaltet, finden Sie hier.

Das beigefügte Bildmaterial ist unter der Quellenangabe „ITAD e.V.“ frei verwendbar.

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Hintergrundinformationen

ITAD e.V. ist die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland. Über 90 Thermische Abfallbehandlungsanlagen (TAB) mit rund 95 % der bundesdeutschen Behandlungskapazität sind Mitglied. Sie verwerten mit über 7.000 Mitarbeitenden jährlich über 25 Mio. Tonnen Abfälle, überwiegend aus Haushalten, Umweltschutzmaßnahmen und Gewerbe. Damit gewährleisten sie maßgeblich die Entsorgungssicherheit für Bürger und Unternehmen im Rahmen der Daseinsvorsorge. Durch die Nutzung der dabei entstehenden Abwärme wird Strom (ca. 10 Mio. MWh) sowie Prozessdampf und Fernwärme (ca. 25 Mio. MWh) genutzt, sodass fossile Energieträger substituiert werden. Mit der Verwertung der Metalle aus den Verbrennungsrückständen wird somit ein relevanter Netto-Beitrag aus den TAB zum Klimaschutz mit mehreren Mio. Tonnen CO2 geleistet.

Interessenvertretung

ITAD ist registrierte Interessenvertreterin und wird im Lobbyregister des Bundes unter der Registernummer: R000996 geführt. ITAD betreibt Interessenvertretung auf der Grundlage des „Verhaltenskodex für Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter im Rahmen des Lobbyregistergesetzes“.