Kooperationsvereinbarung zwischen dem deutschen und dem niederländischen Waste-to-Energy-Sektor

Abbildung dreier Geschäftspartner

Düsseldorf, 21.03.2024

Kooperationsvereinbarung zwischen dem deutschen und dem niederländischen Waste-to-Energy-Sektor

Stärkung der gemeinsamen Ambitionen im Bereich der Circular Economy

Die ITAD und die DWMA-Sparte für Thermische Abfallbehandlungsanlagen vereinbaren eine dauerhafte Partnerschaft in Fragen der thermischen Behandlung von Siedlungsabfällen und ähnlichen gewerblichen Abfällen. Thermische Abfallbehandlungsanlagen erzeugen Strom, Wärme und Wertstoffe (wie beispielsweise Metalle und mineralische Fraktionen, die aus Schlacken gewonnen werden). Die Verbände unterzeichneten die Vereinbarung in der Anlage der AVR in Duiven (Niederlande), nahe der deutschen Grenze.

Beide Verbände setzen sich für moderne Abfallbehandlungsverfahren ein, die eine effiziente Energierückgewinnung und optimales Materialrecycling gewährleisten. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden zielt darauf ab, den Austausch von Erfahrungen zwischen Deutschland und den Niederlanden zu fördern, beispielsweise in den Bereichen Klimaschutz und Circular Economy. Darüber hinaus umfasst die Partnerschaft eine gemeinsame, konstruktive Vertretung der Rolle moderner thermischer Abfallbehandlungsanlagen für die Gesellschaft gegenüber Behörden, Unternehmen und der Öffentlichkeit.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf folgende Bereiche: 

  • Schaffung von Räumen für den Ideen- und Erfahrungsaustausch, 

  • Gegenseitige Unterstützung bei Studien und Leuchtturmprojekten

  • Gegenseitige Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit und Public Affairs

Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD)

Unsere Branche hat in den letzten zwei Jahrzehnten erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Infrastruktur in der Abfallwirtschaft zu modernisieren und dadurch den Recycling- und Energieoutput zu erhöhen, unseren Sektor durch eine deutliche Reduzierung der Deponierung zu dekarbonisieren und mehr Abfall als Ressource verfügbar zu machen. Die nächsten Herausforderungen - für uns und die gesamte Branche in Europa - bestehen darin, konstruktive Beiträge zur Gestaltung der Circular Economy und des Klimaschutzes zu leisten. Die kürzlich veröffentlichte deutsche Carbon Management Strategie schließt die Thermischen Abfallbehandlungsanlagen mit ein und beinhaltet auch die Förderung der Kohlenstoffabscheidung (CCS/CCU) mit dem Ziel, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Durch die Partnerschaft mit unseren niederländischen Kolleginnen und Kollegen, die in diesen Bereichen bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt haben, können wir gegenseitig vom Austausch bewährter Praktiken profitieren und daran mitwirken, ein geeignetes Investitionsklima schaffen, um nach vorne zu gehen.

Dr. Bastian Wens, Geschäftsführer der ITAD

Dutch Waste Management Association (DWMA), dt. Niederländischer Abfallwirtschaftsverband

Die deutsch-niederländische Partnerschaft stärkt unsere gemeinsamen Ambitionen im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Deutschland und die Niederlande sind fortschrittliche Länder auf dem Gebiet der modernen Abfallwirtschaft. Der Austausch über die praktischen Auswirkungen der EU- und nationalen Gesetzgebung in beiden Ländern wird uns helfen, bessere Zukunftslösungen zu finden. Wir sind in ständigem Austausch mit unseren Regierungen, um widerstandsfähig zu bleiben und unsere Gesamtleistung als Dienstleister von allgemeinem sozioökonomischem Interesse zu verbessern. Die Herausforderungen im Bereich der Abfallwirtschaft ändern sich ständig, wie das aktuelle Problem der Lachgasflaschen und des Kunststoffrecyclings zeigt. Daher benötigen wir einen kontinuierlichen Dialog mit allen betroffenen Akteurinnen und Akteuren. Auf beiden Seiten der Grenze benötigen wir weiterhin Geschäftsmodelle, die zur operativen Exzellenz führen können. Deshalb begrüßen wir die Partnerschaft mit unseren deutschen Kolleginnen und Kollegen sehr.

Michiel Timmerije, Vorsitzender der DWMA-Sparte für Thermische Abfallbehandlungsanlagen

 

Das zum Download angefügte Bildmaterial ist unter der Quellenangabe “ITAD e.V.” frei verwendbar.

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Hintergrundinformationen

ITAD e.V. ist die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland. Über 90 Thermische Abfallbehandlungsanlagen (TAB) mit rund 95 % der bundesdeutschen Behandlungskapazität sind Mitglied. Sie verwerten mit über 7.000 Mitarbeitenden jährlich über 25 Mio. Tonnen Abfälle, überwiegend aus Haushalten, Umweltschutzmaßnahmen und Gewerbe. Damit gewährleisten sie maßgeblich die Entsorgungssicherheit für Bürger und Unternehmen im Rahmen der Daseinsvorsorge. Durch die Nutzung der dabei entstehenden Abwärme wird Strom (ca. 10 Mio. MWh) sowie Prozessdampf und Fernwärme (ca. 25 Mio. MWh) genutzt, sodass fossile Energieträger substituiert werden. Mit der Verwertung der Metalle aus den Verbrennungsrückständen wird somit ein relevanter Netto-Beitrag aus den TAB zum Klimaschutz mit mehreren Mio. Tonnen CO2 geleistet.

Interessenvertretung

ITAD ist registrierte Interessenvertreterin und wird im Lobbyregister des Bundes unter der Registernummer: R000996 geführt. ITAD betreibt Interessenvertretung auf der Grundlage des „Verhaltenskodex für Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter im Rahmen des Lobbyregistergesetzes“.