
Die Umfrage beleuchtet, wie die thermische Abfallbehandlung innerhalb der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie wahrgenommen wird und welche Rolle sie aus Sicht verschiedener Akteure spielt. Insgesamt ergibt sich das Bild eines Spannungsfelds zwischen politischem Anspruch und praktischer Realität. Die Befragten sehen die TAB einerseits als unverzichtbaren Bestandteil der Entsorgungsinfrastruktur, der Sicherheit und Funktionsfähigkeit garantiert. Andererseits wird deutlich, dass ihre Bedeutung im politischen Diskurs zur Kreislaufwirtschaft häufig unterschätzt oder verkürzt dargestellt wird. Viele Teilnehmende betonen, dass thermische Prozesse nicht als Gegensatz zum Recycling verstanden werden dürfen, sondern als notwendige Ergänzung in einem System, das realistisch mit unvermeidbaren Reststoffen umgehen muss.
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die Branche in der öffentlichen Wahrnehmung stärker mit Energieerzeugung, Emissionen und vermeintlich „nicht nachhaltigen“ Prozessen assoziiert wird, während ihr Beitrag zur Stabilität des Abfall- und Stoffstrommanagements kaum Beachtung findet. Es herrscht der Wunsch nach einer sachlicheren Debatte und nach klareren politischen Leitlinien, die die Rolle der TAB in einer zirkulären Wirtschaft anerkennen, anstatt sie primär unter Klimagesichtspunkten zu bewerten. Viele Befragte sehen Nachholbedarf bei Kommunikation und Aufklärung, sowohl gegenüber Politik und Verwaltung als auch gegenüber der breiten Öffentlichkeit. Dabei wird vorgeschlagen, den Mehrwert der TAB – etwa für Energieeffizienz, Rückgewinnung von Metallen und Vermeidung von Deponierung – stärker herauszustellen.
Insgesamt spiegelt die Umfrage ein Bedürfnis nach einer strategischeren Einbindung der TAB in die nationale Kreislaufwirtschaftspolitik wider. Sie wird als wichtiger, bislang aber unzureichend berücksichtigter Partner im Übergang zu einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise verstanden. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass eine erfolgreiche Transformation nur gelingt, wenn thermische Anlagen nicht als „Endpunkt“, sondern als systemrelevantes Bindeglied in einer realistischen Kreislaufwirtschaft betrachtet werden.
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